Auch wenn so mancher hochgestellte Designer Hemdkragen gleich vor Empörung zu flattern anfängt und man so manchen Modeguru das Riechfläschchen reichen muss: Fakt ist, es gibt und wird immer zwei Modewelten geben. Die eine, welche halb verhungerte Models beherbergt, die einem selbst erschaffenen und durchaus zweifelhaften Ideal nacheifern. Und die andere, in der große Rundungen, sinnliche Kurven und vor allem pure Natürlichkeit eine Rolle spielen. Kurz gesagt die Modewelt, in der Sie und auch ich leben. Eine Welt die real ist und die nichts vom Sein und Schein der künstlichen Modeoase mancher Designer hat. Eine Realität, in der kein Platz ist für Drama Baby und High Fashion Extravaganz. Aber eine Welt, in der man trotz allem auch Frau sein will und vielleicht auch Zuneigung zur Mode verspürt. Denn Mode begeistert alle Frauen. Allerdings in anderen Maßstäben. So dosiert man in dieser einen Welt die Liebe zur Mode gänzlich anders und man setzt auch sicherlich vollkommen andere Erwartungen an die Mode. Denn schließlich möchte man eine Mode haben, die zwar aktuell ist und durchaus auch trendig sein darf. Aber sie muss auch zweckmäßig sein und sie muss vor allem auch in großen Größen gut aussehen. Und das ist eine Herausforderung.
Denn Modetrends werden von Designer geschaffen, die oftmals leider in einer selbst kreierten realitätsfremden Welt leben. Eben dieser Welt der verhungerten Models, die immer zur Selbstbestätigung dann in einem Apfel beißen, wenn gerade wieder irgendwo eine Kamera auf sie zeigt. Eben diese Welt, die so gar nicht mit der Realität zu tun hat. Aus diesem Dunst heraus dann eine Mode zu schaffen, die normalen Menschen passt und deren Ansprüchen entspricht, ist daher eine bombastische Herausforderung, die leider nur wenige Designer schaffen. Denn salopp gesagt, wer an dürren Mäuschen Maß nimmt, kann keine Mode kreieren, die vollblütigen Araberstuten passt. Daher ist Mode vom Laufsteg oftmals wenig passend und man muss als Vollblutweib nicht nur lange suchen bis man etwas passendes findet. Sondern man muss auch immer eine Portion Kreativität und Geschmack an seiner Seite haben.
Kein leichtes Unterfangen. Aber: Erlaubt ist in der Mode was gefällt und man kann Geschmack erlernen. Denn wer die Kniffe und Tricks der Modewelt kennt, der kann Mode machen und Mode für sich entdecken. Besonders wichtig ist dabei die grundlegenden Regeln der Mode zu beachten. So sollte man immer zu seiner eigenen Figur stehen und ruhig auch mal einen Trend vorüber ziehen lassen. Denn oftmals ist nicht im Trend sein, besser als einen unpassenden Trend aufzutragen. Wer also keine Gazellenfigur sein Eigen nennt, sollte auch in Zeiten des hautengen Latexmodetrends lieber auf bewährtes greifen und damit Mut zum eigenen Ich beweisen. Denn sich selbst treu zu sein, ist immer im Trend. Neben dem Verzicht auf bestimmte Modeschnitte kommt dieser Grundsatz auch bei den Modefarben zum Einsatz. Denn nur weil Neonfarben neu wiedergefunden wurden, heißt das nicht das wir alle wie verschreckte Ampelmännchen durch die Gegend springen müssen. Neon gelb, grün oder auch orange sind ideale Eyecatcher auf Laufstegen und gerade bei Kinderkleidung erfüllen sie sicherlich auch einen nützlichen Aspekt. Als Frau von Welt jedoch, sollte man hier sich selber treu bleiben. Denn so liegt man im Mode- Trend.
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